Physikalische Dichtheitsprüfung

Durch die sogenannte physikalische Dichtheitsprüfung können Abwasserleitungen auf Schäden und Undichtigkeiten überprüft werden.

Was die wenigsten wissen:

Jeder Betreiber einer Abwasseranlage ist für die Dichtheit dieser selbst verantwortlich. Gem. §61 Abs. 1+2 Wasserhaushaltsgesetz. Das heißt: Man sollte seine Abwasserleitung im Zweifelsfall lieber überprüfen lassen.

Doch warum ist eine Prüfung der Abwasserleitungen so wichtig?

Eine dichte Abwasseranlage ist dringend erforderlich, weil sonst eine Exfiltration des Abwassers oder Infiltration durch Grund- und Regenwasser stattfinden kann. Folgeschäden wie Feuchtigkeitsschäden im Gebäudeinnern, Gefahr eines Rückstaus, Unterspülung von Bauteilen, Erdsenkungen im Gelände können die Folge sein. Am Ende können die Undichtigkeiten in der Abwasserleitung massive Folgen haben. Entwässerungsleitungen können sowohl innerhalb der Gebäude wie auch in Außenbereichen Schäden aufweisen.

Es gibt drei Messverfahren:

  • die optische Inspektion mittels TV-Untersuchung
  • die Befüllstandsmessung
  • die Physikalische Prüfung mittels Luft oder Wasser


Besonders interessant sind Messungen am Neubau, beispielsweise wenn es um die Abnahme eines Gewerkes geht.

Doch wie funktioniert die physikalische Dichtheitsprüfung genau?

Das zu prüfende Rohrnetz wird mittels Dichtblase an den Enden und mittels Prüfblase verschlossen. Dann wird – je nach Verfahren – beispielsweise ein Unterdruck, ähnlich wie beim Vakuum, erzeugt. Mittels Software und Computertechnik wird überprüft, ob die Leitungen dicht sind. Auch die Auswertung erfolgt über eigens dafür konzipierte Software.

Zurzeit hat die Norbert Zewe GmbH vier zertifizierte Techniker im Betrieb, die diese Art von Messungen durchführen und dabei stets die neuste Messtechnik nutzen.